24.06.2015

„Außerhalb der Europäischen Union wäre die Berndorf AG weniger stark gewachsen und heute ein anderes Unternehmen.“

Vorstand_Berndorf AG

Vorstandsmitglieder der Berndorf AG von links nach rechts: Dietmar Müller, Peter Pichler und Franz Viehböck

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Dreimal so viele MitarbeiterInnen und doppelt so viele Firmen in der gesamten Unternehmensgruppe, sowie rund 500 hochqualifizierte Arbeitsplätze am traditionsreichen Industriestandort Berndorf im Triestingtal, die dem harten globalen Wettbewerb standhalten – diese Fakten werden für jeden erkennbar, der die Berndorf AG des Jahres 1995 mit jener des Jahres 2015 vergleicht. Dazwischen liegen zwei Jahrzehnte, zugleich die ersten 20 Jahre der EU-Mitgliedschaft Österreichs. „Natürlich ist der Unternehmenserfolg nicht ausschließlich auf den EU-Beitritt zurückzuführen“, sagt Berndorf AG-Vorstandsvorsitzender Peter Pichler, „aber einen wesentlichen Beitrag hat die EU-Mitgliedschaft dazu schon geleistet. Außerhalb der Europäischen Union wäre die Berndorf AG weniger stark gewachsen und heute ein anderes Unternehmen.“

Das „Projekt EU“ sei jedoch nicht allein mit wirtschaftlichen Maßstäben zu messen, sondern vor allem ein politisches Projekt, an dem es zu arbeiten gelte. Was uns heute immer noch fehlt, ist ein echtes europäisches Bewusstsein, sagt Pichler: „Die nationale Politik entschuldigt eigene Unzulänglichkeiten viel zu oft mit einem Fingerzeig auf ‚die in Brüssel‘.“

Europäisches Bewusstsein notwendig, um Standort-Chancen auch zu nutzen
Aus Berndorfer Sicht sei das insofern bedauerlich, so Pichler weiter, „weil die EU nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die Regionen rund um unsere Standorte eine Erfolgsgeschichte darstellt.“ Das Triestingtal galt noch vor 40 Jahren als chronisches Krisengebiet mit deutlich höherer Arbeitslosenrate als im Umland. „Die Förderung der EU-Ziel-1 & -2-Gebiete in den ersten Jahren haben Investitionen in Infrastrukturprojekte ermöglicht und unseren Geschäftsverlauf direkt und indirekt beflügelt. Die EU bietet Chancen, aber nützen müssen wir sie schon selbst.“

EU-Programme beschleunigen Investitionen an regionalen Standorten
Die Gemeinden im Triestingtal, das mit einer knapp 200-jährigen Industriegeschichte zu den traditionsreichsten Industriestandorten Österreichs zählt, sind dafür ein gutes Beispiel. Ihr Zusammenschluss zu einer LEADER-Region aus insgesamt 12 Mitgliedsgemeinden hat allein in der europäischen Förderperiode 2007-2013 dazu geführt, dass 140 Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Energie und Bildung eingereicht wurden. Insgesamt ermöglichte das Investitionen in der Höhe von 9,1 Mio EUR und wurde laut regionalem Abschlussbericht mit ca. 3 Mio EUR via LEADER gefördert.
Im Triestingtal mit mehreren exportorientierten Betrieben wird spürbar, dass die gesamte Region ihre internationale Chance nützen möchte. Berndorf AG-Technologie-Vorstand Franz Viehböck, Österreichs einziger Raumfahrer, kam erst 2002 als Industriemanager im Triestingtal an und spürte sieben Jahre nach dem EU-Beitritt die Aufbruchsstimmung vor Ort: „Sich in Europa zu bewegen war eine gute Vorbereitung, aber die Welt ist noch größer. Unsere MitarbeiterInnen, die das verstanden haben, sichern die Wettbewerbsfähigkeit Berndorfs auch in Zukunft“, so Viehböck.

Berndorf punktet mit Technologie aus Deutschland und Österreich
Jedes Jahr treten die besten Innovationsprojekte aus unterschiedlichen Berndorf-Unternehmen in einen internen Vergleichswettbewerb. Die besten Ingenieure aus Österreich, Deutschland und anderen Staaten, in denen Berndorf vertreten ist, matchen sich seit 2011 um den Titel des „Berndorf-Innovationskaisers“. Viehböck: „Es ist beeindruckend, welche kreative Energie hier frei wird. Bei diesem Wettbewerb wird immer wieder deutlich, wie sehr die Berndorf AG heute zu einer vor allem in Deutschland sehr stark gewachsenen Gruppe geworden ist, die von Österreich aus geführt wird. Das wäre vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen.“ Vier von sechs Unternehmensneuzugängen seit 2007 in der Berndorf Gruppe kommen aus dem deutschen Hochtechnologiebereich.

Internationalisierung hilft bei Krisen im Land
Die starke europäische und internationale Vernetzung mit mittlerweile über 60 Berndorf-Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern weltweit sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze in Österreich und macht die Berndorf AG auch widerstandsfähig gegen Krisen. „Nicht immer kann es in jedem Bereich wirtschaftlich gut gehen. In Berndorf hat etwa der Bäderbau in den letzten Jahren eine sehr schwere Zeit mit Verlusten, aber auch mit großer Anstrengung und letztlich erfolgreich bewältigt. Das gelang, weil das Unternehmen nicht nur in Österreich aktiv ist“, sagt Berndorf Finanzvorstand Dietmar Müller. Auch das „Projekt EU“ sei permanente und anstrengende Arbeit.

EU-Beitritt beflügelte Wachstum der Berndorf AG
Dass sich das auszahlt, hat Berndorf positiv erfahren dürfen, sagt Müller: „Ohne Mitgliedschaft Österreichs in der EU wäre das Wachstum bei uns in der Gruppe in den letzten zwanzig Jahren geringer ausgefallen. Und - auch wenn das viele im Alltag nicht so sehen wollen - die Kaufkraft der ÖsterreicherInnen ist heute weitaus höher als vor dem EU-Beitritt. Zusätzlich nützen immer mehr junge Menschen die Chance, schon in der Ausbildung internationale Erfahrung zu sammeln. Das ist in der Industrie gefragt.“ Nicht weniger als 75.000 österreichische Studierende haben bisher am Austauschprogramm ERASMUS teilgenommen. Darüber hinaus haben – nach einer Studie der Wirtschaftskammer Österreich – sämtliche EU-Integrationsschritte zu einer Erhöhung der Wertschöpfung in Österreich in den letzten 20 Jahren um 63 Mrd EUR geführt.
In Summe seien das positive Veränderungen, die von vielen allzu oft als selbstverständlich betrachtet werden. Im Gegensatz dazu haben viele Menschen vor weiteren zukünftigen Veränderungen Angst, analysiert Berndorf AG-Vorstandsvorsitzender Peter Pichler und fordert: „Wenn wir die Idee von Europa wieder stärken und wirtschaftlich nicht zurückfallen wollen, müssen wir alles tun, um Ängste zu nehmen und über die Chancen aufzuklären.“


Über die Berndorf Gruppe

Die Berndorf AG vereint Unternehmen, die im Bereich der Metallverarbeitung, des Werkzeugbaus und des Maschinenbaus tätig sind. Gegründet im Jahr 1843 in Berndorf, sind die über 60 Unternehmen der Berndorf Gruppe heute in mehr als 20 Ländern mit Produktions- und Servicegesellschaften aktiv. Die Auslands- und Exportumsätze betragen mehr als 90 Prozent des Konzernumsatzes. Nach dem Management-Buy-out der ehemals verstaatlichten Berndorf AG im Jahr 1988 konnte das Unternehmen durch Akquisitionen und Sanierungen zu einer nachhaltig profitablen Unternehmensgruppe mit solider Finanzierungsstruktur gewandelt werden. Die rund 2.700 MitarbeiterInnen der Berndorf AG erzielten 2014 einen Umsatz von 553 Mio. Euro.
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MAG. MELANIE WALLNER
Leitung Public Relations & Media
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